Über die Autorin

Ich wuchs in einer Familie auf, in der ein sonntäglicher Besuch in der Bücherei jahrelang fester Bestandteil war. Woche für Woche schleppte ich Bücherstapel heim, die im Laufe der Woche verschlungen wurden – abends heimlich, weil meine Eltern glaubten, das Kind brauche mehr Schlaf als Bücherfutter.

Und wie mit dem Lesen war es auch mit dem Schreiben. Es kam früh, es ging nie.

Da aber Autorin nicht gerade der Beruf war, den Eltern sich für das Kind wünschen (zumal es ja unter Umständen lange Zeit eine arg brotlose Kunst sein könnte), sollte ich erstmal was Ordentliches lernen. Das habe ich gerne gemacht und arbeitete nach der Ausbildung zur Buchhändlerin noch vier Jahre in dem Beruf, ehe ich eine neue Herausforderung suchte und mit dem Studium der Geschichte und Antiken Kulturen in Düsseldorf fand. Das Studium verschaffte mir die Grundlagen der Recherche, die ich zuvor stets vermisste, wenn ich mich in meinem liebsten Genre – dem historischen Roman – versuchte.

Inzwischen gibt es nur noch das Schreiben – und die ergänzende Arbeit als Übersetzerin, die mir auch viel Spaß macht. Meine Eltern freut’s, denn sie haben mich stets unterstützt, wenn auch mit einer gesunden Portion Skepsis. Aber wo wären wir denn, wenn wir uns immer von der Skepsis Anderer davon abhalten ließen, unsere Träume zu verwirklichen?